Aktualisierung des Vortrags "Schluss mit Verstopfung"

In der Rubrik "Seniorengesundheit" wurde der Vortrag "Schluss mit Verstopfung" aktualisiert – er ist für Personal von Alten- und Pflegeheimen geeignet. Das thematisch passende Informationsblatt ist dort ebenso gelistet.
Obstipation ist für Betroffene belastend und schränkt die Lebensqualität ein. In Deutschland leiden ca. 5-15 % der Bevölkerung daran, wobei Personen ab dem 65. Lebensjahr besonders gefährdet sind. Bei Frauen tritt eine Obstipation zudem etwa zweimal häufiger auf als bei Männern. Um eine Verstopfung zu erkennen, ist zunächst die Kenntnis über die Physiologie des Stuhlgangs erforderlich, denn der Darm muss nicht täglich entleert werden. "Normal" ist eine Stuhlfrequenz von dreimal täglich bis zu dreimal wöchentlich. Die Angst, sich selbst zu vergiften, sollte die tägliche Darmentleerung ausbleiben, ist demnach unbegründet. Eine Verstopfung äußert sich in Symptomen, wie starkem Pressen, einer festen, klumpigen Konsistenz des Stuhls oder dem zurückbleibenden Gefühl der unvollständigen Entleerung. Bei ca. 25 % der Stuhlentleerungen ist zudem manuelle Hilfe erforderlich. Auch weniger als drei Stühle pro Woche sind symptomatisch für eine Verstopfung. Bestehen zwei dieser Symptome über mindestens drei Monate fort, handelt es sich um eine chronische Obstipation. Diese erfordert in jedem Fall einen Arztbesuch. Die Therapie einer akuten Verstopfung hingegen kann im Rahmen der Selbstmedikation auch durch eine Apothekerin oder einen Apotheker erfolgen. Die Behandlung erfolgt nach einem festen Stufenschema.